Feuerfest – Über das, was trägt
Neben dem Feuer, das zerstört hat, ist mir ein anderes begegnet.
Ein leises, wärmendes Feuer und die wärmende Kraft, die Menschen in sich tragen – und wie sie sie weitergeben.
Ich habe kontinuierlich Unterstützung bekommen, ganz praktisch und direkt.
Beim Aufräumen, beim Sortieren, durch Werkzeuge, durch Zeit, durch einfaches Dasein.
Das hat mir sehr geholfen – und tut es weiterhin.
Dieses Feuer zerstört nicht.
Es wärmt.
Es verbindet.
Es lässt etwas wachsen.
Die Aufräumarbeiten sind an den letzten zwei Wochenenden weit vorangeschritten. Fast alles ist gesichtet, bewegt, geordnet. Wo vorher Chaos war, entsteht langsam wieder Raum.
Raum für Neues.
Und genau da gehe ich jetzt hinein:
in die Planung und in meine Arbeit.
„Feuerfest“ nimmt Form an.
Aus Fragmenten, die ich nun in die Hand nehme, bearbeite, weiterführe.
Es ist ein stiller, konzentrierter Prozess.
Was mich dabei tief berührt, ist die Erfahrung, nicht allein zu sein.
Dass mir Menschen zur Seite stehen, mich tragen, mich unterstützen – ganz praktisch, ganz konkret, und zugleich auf eine Weise, die weit darüber hinausgeht.
Und während ich arbeite, zeigt sich noch etwas anderes:
Dort, wo die Erde verbrannt ist, wo alles schwarz und leblos wirkte, zeigt sich Leben.
Kleine Pflänzchen brechen durch die verkohlte Oberfläche.
Zart, unscheinbar – und doch voller Kraft.
Ohne Angst, ohne zurückzuhalten, sich selbst verschwendend.
Als hätten sie nur darauf gewartet.
Still
Leben findet seinen Weg.
Immer.
Ich bin sicher, genau das ist der Kern von allem, was gerade geschieht:
Zerstörung und Wachstum sind keine Gegensätze, sondern Teil desselben Kreislaufs.
Und dass wir – mitten darin – wählen können, welches Feuer wir nähren.
Ich begegne gerade beidem.
Und ich entscheide mich, weiterzugehen mit dem, das trägt.