FEUERFEST – ÜBER DAS, WAS SICH ZEIGT

...eine andere Form von Schönheit...

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Feuerfest – Über das, was sich zeigt

Vielleicht ist es für den einen oder anderen schwer vorstellbar –
doch während ich die Reste meiner „Feuerstätte“ aufräume, entdecke ich Schönheit.
Zwischen Asche und verkohltem Holz funkeln mich kleine Metallreste an.
Ich sehe feine Risse im schwarz gebrannten Holz.
Manche Relikte ziehen mich beinahe magisch an.
Ich nehme sie in die Hand, betrachte sie, drehe sie, schaue genauer hin.
Und langsam beginne ich, einzelne Stücke herauszulösen und zu bearbeiten.
Es ist oft so – eigentlich fast immer –, dass Material mich ruft.
Dann arbeite ich mich vorsichtig Schicht für Schicht vor:
mit Pinseln, Pinzetten, feinen Drahtbürsten.
Und manchmal auch direkt mit der Motorsäge.
Ich versuche nicht, etwas zu verstecken.
Ich versuche sichtbar zu machen, was darin liegt.
Hinter dem Ruß.
Hinter der verbrannten Oberfläche.
Im Inneren der Form.
Dabei sehe ich das Material nicht als zerstört.
Ich sehe Transformation.

dahinter

Denn wenn ich mich ins Leiden begeben würde, in dieses „Oh je, alles ist verbrannt“, dann könnte ich weder sehen noch fühlen, was sich jetzt zeigt.
Aber genau das passiert gerade:
Ich entdecke neue Materialien.
Neue Strukturen.
Neue Oberflächen.
Eine andere Form von Schönheit.
Es fühlt sich manchmal so an, als würde sich die Energie selbst verwandeln.
Das Leben geht weiter – nur in einer anderen Form.
Und durch meine Hände, meinen Blick und meine Arbeit entsteht in diesen Tagen etwas Neues:
etwas Lebendiges.
Etwas für die Sinne.
Etwas zum Fühlen.
Vielleicht liegt genau darin gerade mein Prozess:
nicht festzuhalten, was verloren ging –
sondern hervorzuholen, was sich zeigt.

Wegeblau