Feuerfest – über das, was den Blick verändert
Manchmal verändert sich der Blickwinkel, ohne dass man aktiv etwas dafür tut.
Plötzlich steht man innerlich an einem anderen Ort.
Und von dort aus wird der Blick weiter.
Freier.
Weniger verstellt.
Dinge, die vorher fest schienen, dürfen noch einmal hinterfragt werden.
Was möchte ich wirklich tun?
Was möchte entstehen lassen?
Was passt noch – und was nicht mehr?
Genau das öffnet sich seit dem Brand und hält den Faden während meiner Arbeit.
Ich habe verschiedenste Werkstücke gesammelt, gewaschen und sortiert:
Holz, Glas, Metall, Kunststoffe.
Alles liegt einzeln vor mir.
Ich betrachte die Materialien, warte auf den Moment, in dem mich etwas anspricht.
Dann suche ich weiter, finde Verbindungen, Gegenstücke, neue Kombinationen.
Es ist kein schnelles Arbeiten.
Nicht im Sinne von „fertig werden“.
Es ist ein stilles Schauen.
Ein herausfinden wollen.
Ein inneres Ja zu dem, was sich zeigen möchte.
Es schafft eine große Zufriedenheit und passt es deshalb so gut in diesen Monat Mai.
Vor kurzer Zeit war die Erde noch braun und still.
Und wächst alles von innen heraus.
Grün.
Saftig.
Lebendig.
Die Natur drängt nicht.
Und trotzdem entsteht alles.
Ein gutes Vorbild für mich und mein Tun.